ERLEBNISWELT GOTTHARD.

Während Jahrmillionen ist unweit des Gotthardpasses ein Schatz herangewachsen, welcher 2008 entdeckt wurde. An Grösse, Perfektion, Transparenz und Glanz sind die Riesenkristalle wohl kaum zu überbieten.

Vor den Militärstrategen haben Dichter, Maler und Forscher den Gotthard für sich entdeckt. Zahlreiche Zitate von interessanten Reisenden dokumentieren den Mythos Gotthard.

Tief in den Stollen und Kavernen der ehemaligen Gotthardfestung befindet sich die Ausstellung über die besondere Magie der Bergkristalle und deren Verarbeitung zu kostbarem Schmuck.

Die spannende Sonderausstellung blickt hinter die Kulissen der legendären Widerstandsorgani-sation P26 Welchen Zweck erfüllte sie? Handelte es sich wirklich um eine ‘Geheimarmee’? Wer war Mitglied und wie wurden diese Menschen ausgebildet?

Der Gotthard – ein Berg voller Geheimnisse, Legenden und Mythen. Die Bildmaschine ‚Gotthard – das Reduit‘ gewährt ungeahnte Einblicke ins tiefste Innere dieses Urgebirges der Schweiz

Die historische Energiezentrale der Festung gibt Einblicke in die Notfallkonzepte eines totalen Stromausfalls in der Festung bzw. im ganzen Land.

logo Kalter Krieg.jpg

Gotthardmanöver, Warschauer Pakt und 99 Luftballons – der Kalte Krieg

 

Die neue Ausstellung erzählt Geschichte und Geschichten dieser noch nicht lange zurückliegenden Epoche, während der die Gotthard-festung ununterbrochen in Betrieb war.

coming soon - ab 2020 zeigen wir die Geschichte "auf den Spuren" von General Guisan anlässlich des 60 Todesjahres. Gleichzeitig ist es 80 Jahre her seit seinem legendären Rütlirapport. 

logo p-26.jpg
Abenteuerführung Sasso San Gottardo Gotthard Andermatt Tessin Regenwetter mal was anderes Tessin Airolo Andermatt Ferienregion Uri Stau Gotthard umfahren cooler Ausflug Firmen Vereine Familien Senioren
Führungen geführte Rundgänge Museum ehemalige Festung Reduit Guisan Herz der Schweiz verliebt in die Schweiz Andermatt Gotthard Stau umfahren genissen Gruppen Senioren Verein Firmen Anlässe coole Location cooler Ausflug einzigartig Tessin Regenwetter
Guisan Reduit Strategi Aussenverteidigungsanlasge Besuch Museum ehemalige Armefestung Streng geheim heute für die Öffentlichkeit Tessin Ferienregion Uri Andermatt Airolo besuchen Regenwetter etwas cooles erleben
KRISTALLWELT.
 

Bergkristalle sind älter als der Mensch. Entstanden sind sie mit der Faltung der Alpen, vor 14 bis 18 Millionen Jahren, im Innern des Berges, bei Temperaturen um 330 bis 450 Grad Celsius. Wie ein Kristall aussieht hängt von diversen Faktoren ab. Neben der Temperatur spielt unter anderem der Druck im Berginnern eine Rolle. Die Auskristallisierung, während der sich die unvorstellbar kleinen Atome zur typischen Kristallform anordnen, folgt genauen Regeln. Das Licht, die Reinheit und die Kraft der Kristalle ziehen die Menschen seit Urzeiten in ihren Bann.

 

Während Jahrmillionen ist am Planggenstock (Göscheneralp unweit des Gotthardpasses, 2600 Meter über Meer) ein Schatz herangewachsen, der seinesgleichen sucht. 2008 wurden von Franz von Arx und seinem Partner Elio Müller in einer Kluft, ca. 60 Meter im Innern des Berges, die hier ausgestellten Kristalle ans Licht gebracht. Sie sind an Grösse, Perfektion, Transparenz und Glanz wohl kaum zu überbieten. In den letzten 300 bis 400 Jahren wurde in den Alpen nichts Vergleichbares gefunden. Die Kristallgruppe hat eine Ausdehnung von 3 auf 3 m und der grösste Einzelkristall ragt einen Meter in die Höhe. Das Gewicht der ausgestellten Kristallgruppe beträgt 1,5 Tonnen.

 

Dank dem grosszügigen Entgegenkommen des Besitzers der Kristallgruppe kann diese in unmittelbarer Nähe des Fundgebietes in der Gotthardregion besichtigt werden. Sasso San Gottardo stellt zu diesem Zweck seine grösste und schönste Felskaverne zur Verfügung.

 

Die Kristalle können Sie als Einzelticket "Erlebniswelt Gotthard" oder in Kombination mit der "historischen Festung" besuchen.

WUNDERKAMMER.
 

Tief in den Stollen und Kavernen der ehemaligen Gotthardfestung Sasso San Gottardo entstand eine Ausstellung über die besondere Magie der Bergkristalle. Seit der Antike faszinierten sie die Menschen. In der Renaissance richteten Herzoge und sogar der Papst in ihren Palästen sogenannte Wunderkammern ein. Darin inszenierten sie Kristallschätze aus den Schweizer Bergen, die zu den reinsten der Welt zählen. Ihre Transparenz und ihr Glanz versetzte die damaligen Welt in Staunen. Die Wunderkammern wurden traditionellerweise in zwei Teile gegliedert: Kuriositäten und Wunderliches aus der Natur sowie Kunsthandwerk.

 

Seit Jahrhunderten folgen Strahler dem Lockruf der Bergkristalle bis hoch ins Gebirge. Der Reinheit, Transparenz und Glanz dieser Mineralien kann sich niemand entziehen. In unserer Wunderkammer zeigen wir die Magie und alten Legenden rund um die Entstehung von Kristallen, aber auch die neusten Erkenntnisse über das Werden dieser besonderen Minerale.

Im zweiten Teil der Ausstellung stellen wir ein wieder entdecktes Kunsthandwerk vor: Schleifen und Verarbeiten von Kristallen zu edlem Schmuck. Wir dokumentieren die ausgezeichneten Arbeiten früherer Kristallverarbeitungs-Meister, die in Italien aus Schweizer Bergkristallen besondere Schmuckstücke für Herzöge herstellten. In Mailand, Florenz und Mantova machten sich Generationen talentierter Kristallschleifer aus den Dynastien Miseroni, Fontana und Saracchi einen grossen Namen. Diese Meister kauften zahlreiche erstklassige Funde aus der Schweiz auf. Daraus entstanden Kronleuchter, Kerzenhalter, Reliquienbehälter und wunderschöne Schmuckstücke, die manche Wunderkammer und adelige Damen in den Palästen italienischer Fürsten zierten. 

In der Schweiz nehmen nun junge Talente begeistert diese alte Tradition wieder auf. So entstand eigens für diese Ausstellung die exklusive Schmuckkollektion «Sasso San Gottardo». Die Ringe und Schmuckketten werden aus erstklassigen Bergkristallen aus dem Kanton Uri geschliffen. Diese einzigartigen neuen Werke werden in der Wunderkammer erstmals zu sehen sein.

Die von Cristina Kaufmann kuratierte Ausstellung - tief im Innern des Gotthards - wurde am 24. Juni 2017 eröffnet. Die Geschichte der Kristallverarbeitung und zahlreiche Exponate laden zum Staunen ein und offenbaren einzigartige Schätze.

BILDMASCHINE GOTTHARD - DAS REDUIT
 

Was ist man bereit zu zahlen, um seine Ziele zu erreichen? Das ist das Grundthema der Bildmaschine ‚Gotthard – das Reduit’. Sie gewährt ungeahnte Einblicke ins tiefste Innere des Gotthards, eines Bergs  voller Geheimnisse, Legenden und Mythen. Während der 25-minütigen Präsentation öffnen sich wie von Geisterhand Gemälde mit Szenen von der Teufelssage bis zum legendären militärischen Reduit. Aus den Tiefen des Gotthards tauchen immer neue Bilder auf, begleitet von Chorgesang, den der Künstler eigens für seine Bildmaschine komponiert hat.

Tullio Zanovello zeigt ein weltweit einzigartiges Werk mit gigantischen Ausmassen: 7 Meter breit, 4,5 Meter hoch, fast 1,5 Tonnen schwer – ausgestellt in einer der riesigen Kavernen der ehemaligen Gotthardfestung Sasso San Gottardo. Im Herzen der Schweiz steht ein monumentales Kunstwerk von nationaler Bedeutung.

 

DAS WERK

Die Bildmaschine thematisiert die Geschichte des Gotthards und die Sage von der Teufelsbrücke. Diese berühmteste Sage der Schweiz erzählt, wie der Teufel den Urnern hilft, eine Brücke zu bauen, zum Preis einer Menschenseele. Doch sie speisen ihn mit einem Ziegenbock ab. Der Künstler spinnt die Geschichte weiter, denn auch die Schlauheit hat für die Nachkommen ihren Preis. Mit ihren sieben Bildtafeln und der Musik bietet die Bildmaschine ein kolossales Spektakel, das doch anrührend und menschlich ist. Die Musik wurde von der Singakademie Zürich, dem Partnerchor des Tonhalle-Orchesters Zürich, mit dem Berner Kammerorchester unter der Leitung von Florian Helgath aufgenommen. Lassen Sie sich von der rund 25-minütigen Vorführung überraschen, denn solche Bilder haben Sie noch nie gehört – solche Musik noch nie gesehen.

ÜBER DEN KÜNSTLER

Für den Kunstmaler und Komponisten Tullio Zanovello ist der Gotthard ein wiederkehrendes Thema. Als Sohn von italienischen Eltern in der Schweiz aufgewachsen, durchquerte der Secondo den Gotthard stets wie ein schroffes Grenzgebiet, wo vier Kulturen aufeinandertreffen – und doch niemand das Sagen hat. Ein Grenzgebiet, das die Schweiz mit seinen saftig grünen Wiesen und belebten Wäldern von Italien mit seiner dürren, sonnenverbrannten Vegetation, seinem salzigen Wasser und den toten Ahnen trennte. Er wurde zum Grenzgänger, der – wie es ihm schien – zwischen die Welt der Lebenden und der Toten hin und her pendelte. So war es nur natürlich, dass er für seine erste Bildmaschine während des Baus der Alpentransversale in den Tunnels Skizzen anfertigte, um Material zu sammeln. Beim Herstellen der Bildmaschine REDUIT begriff er, dass auch die Gastarbeiter und ihre Kinder beim Durchqueren des Gotthards in Teufels Küche geraten und sich in der Fremde demselben Konflikt stellen müssen wie einst die Urner: Was sind sie bereit für die Erreichung ihrer Ziele zu bezahlen?

DIE WURZELN

Das Triptychon ist eine Bildform aus dem Mittelalter: Ein mehrteiliges Gemälde, das innen und aussen bemalt ist und dessen Bildflügel sich bewegen lassen. Solche Werke sollten christliche Werte vermitteln und wurden an Feiertagen mit Musik und Gesang feierlich geöffnet.Der Künstler greift diese alte Kunstform wieder auf, um sie inhaltlich und formal zu erneuern und der Lauge des modernen Lebens auszusetzen. Er will keine Glaubenssätze verbreiten, sondern die Unsicherheiten und Brüchigkeiten des menschlichen Lebens thematisieren: den Widerstreit zwischen Tradition und Moderne, zwischen Ich und Gesellschaft, zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Aus einer alten Tradition hat der Künstler eine neue Kunstform gemacht.

MYTHOS GOTTHARD.
 

Ein 3D-Modell zeigt die weitläufigen Anlagen der legendären Gotthardfestung. Dazu ist ein Film zu sehen, der im Kalten Krieg entstanden ist, als ein Schweizer Fernsehteam erstmals überhaupt in die damals noch STRENG GEHEIME Festung eingelassen wurde.

Doch vor den Militärstrategen haben Dichter, Maler und Forscher den Gotthard für sich entdeckt. Zahlreiche Zitate von interessanten Reisenden dokumentieren den Mythos Gotthard jener Epoche.

 
STRENG GEHEIM - P26

Versetzen Sie sich in die Zeit des Kalten Krieges: In Westeuropa geht die Angst vor einer Invasion des kommunistischen Ostens um. Geheimdienste des Ostblocks betreiben auch in der Schweiz aktive Spionage. Sie vermessen Strassen und Brücken, produzieren detailliertes Kartenmaterial für ihre Panzertruppen und legen hierzulande mit Sprengfallen gesicherte, geheime Materialdepots an.
Für den Fall, dass die Schweiz von Truppen des Warschauer Paktes teilweise oder ganz besetzt wird, versorgt die geheime Kaderorganisation P-26 den Bundesrat im Exil mit täglichen Lageberichten. Sie ist sein letztes Instrument in einer Schweiz unter totalitärer Fremdherrschaft. Die P-26 unterstützt den gewaltlosen Widerstand der Bevölkerung, schützt gefährdete Mitbürger und dokumentiert Kriegsverbrechen der Besatzer.

Erstmals erhält die Öffentlichkeit Einblicke in die einst streng geheime Kaderorganisation P-26. Ein spannender, einzigartiger Ausflug in die jüngere Geschichte der Schweiz!

KALTER KRIEG
 

Gotthardmanöver, Warschauer Pakt und 99 Luftballons – der Kalte Krieg

Vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zum Fall der Berliner Mauer war Europa in den totalitär-kommunistischen Osten und den kapitalistisch-demokratischen Westen geteilt. Die Armeen des Warschauer Paktes und der NATO standen sich mit gigantischen Waffenarsenalen und Atomraketen gegenüber. Welche Bedrohungslage resultierte daraus für die Schweiz? Welche Rolle spielte die Gotthardfestung dabei?

Unsere neue Dauerausstellung enthält Spannendes, Furchterregendes und Skurriles über eine Zeit, in der die Menschheit mehr als einmal haarscharf am Atomkrieg und vorbeigeschrammt ist. Sie ist in vier Bereiche gegliedert: Internationale Lage, Bedrohungslage für die Schweiz mit besonderem Fokus auf die Gotthardfestung, Atomwaffenpläne der Schweizer Armee und Popkultur im Kalten Krieg. Audio- und Videomaterial, Fotografien, Grafiken und spannende Exponate erzählen Geschichte und Geschichten aus einer noch nicht lange zurückliegenden Epoche, während der die Gotthardfestung ununterbrochen in Betrieb war.

 

ENERGIE.

Energie lässt sich nicht produzieren, sie wird nur von einer Form in eine andere umgewandelt. Schon in naher Zukunft muss der wachsende weltweite Energiehunger durch die Nutzung erneuerbarer Energien gestillt werden. Gewaltige Kräfte aus dem Erdinneren und die Erosion haben dieses Alpenmassiv geformt. Gewaltige Anstrengungen und neue Ansätze werden auch zur Nutzung erneuerbarer Energien erforderlich sein.

 

Welches reiche Energieangebot uns die Natur macht, wird anhand der verschiedenen Formen erneuerbarer Energie im Gotthardraum erkennbar. Der hier produzierte Strom wird zu einem beachtlichen Teil vom öffentlichen Verkehr verbraucht. Doch auch Lokomotiven können Kraftwerke sein.

 
ARCHIV.

TOMORROW.

Die Licht- und Soundinstallation TOMORROW, AND TOMORROW, AND TOMORROW war Teil der Ausstellung Dall‘Altra Parte des Hauses für Kunst Uri, ein Kunstprojekt parallel zur Neateröffnung im Sommer 2016, und nun im Sasso San Gottardo zu entdecken.

Das dröhnende Donnern ist eine Aufnahme aus Göschenen. Das Ventil entlässt den Überdruck aus dem Wasserkraftwerk. Wie ein vorbeifahrender Zug rauscht es vom Licht her kommend in Richtung des entgegengesetzten Endes der Höhle, in die Dunkelheit. Eine Gruppe von Bauarbeitern hievt mit den Ketten eines Flaschenzugs und mit ihrem Sing-Sang eine grosse Lüftung auf das Dach eines Hochhauses in Kolkatta im Osten Indiens.

Die 29 Lampen des Lichtfahrzeugs stammen aus dem Baumarkt in Schlieren, die grosse kristalline Form des dekonstruierten Rhombus haben wir in Kairo entdeckt und in Zürich nachgebaut. Die Installation bündelt die menschliche Kraft mit den Energien der Natur und unserer Technologie. Sie verbindet die Kontinente des Westens und des Ostens, genauso wie der Tunnel den Süden und den Norden, weit unter uns.

 

Mit Licht- und Schallgeschwindigkeit rasen wir mitten in das Geheimnis des Berges.

BEDEUTUNG DES TESSINS IM 2. WELTKRIEG.

Während des 2. Weltkrieges kontrollierten und schützten die Truppen in der STRENG GEHEIMEN Gotthardfestung die Verkehrswege und Landesgrenzen, unterdessen kämpfte die Tessiner Bevölkerung mit den Folgen der Lebensmittelknappheit. Die Rationierung von Nahrungsmitteln liess einen grossen Schwarzmarkt entstehen, der mit Schmuggelgut aus Italien gefördert wurde. Die Ausstellung zeigt anhand von Zeitzeugen-Berichten, mit welchen Tricks Schmuggler die strengen Grenzkontrollen umgingen, wie sich die Tessiner Bevölkerung mit den veränderten Lebensbedingungen arrangierte und beleuchtet die schwierige Situation der Zollbeamten.